Samstag, 22. September 2012

Higgs Boson entdeckt

Gerade vorhin beim Schreiben des Posts zu Sheldrakes neuestem Buch ist mir aufgefallen, dass ich noch gar keinen Post zur Wissenschaftssensation des Jahres verfasst habe: Das Gottesteilchen ist gefunden!!!
Da wurde unglaublich viel von sehr schlauen Menschen geschrieben dazu. Somit kann ich es mir sehr einfach machen... :-)

Hier eine Auswahl an weiterführenden links:

Pressemitteilung des CERN vom 4. Juli 2012
Artikel im Spiegel
About the higgs boson (Artikel auf der CERN site)
Wikipedia-Eintrag zum Higgs-Boson

Und ein Video:



Der Wissenschaftswahn

Rupert Sheldrakes neuestes Buch erschien 2012 - und ich habe es mir gleich unter den Nagel gerissen :-) (aufs Bild klicken führt wie immer in meinem Blog zu einem Anbieter des Buches mit mehr Infos)
Der Wissenschaftswahn

Schon der Klappentext gefällt mir: "Es ist ein Irrglaube der Wissenschaft, wenn sie meint, die Welt sei schon erklärt - 'es fehlten nur noch ein paar Details'. Diese Haltung ist überheblich und verkennt, dass auch naturwissenschaftliche Erkenntnisse auf Voraussetzungen beruhen. Diese sind häufig nichts anderes als reine Vermutungen und Behauptungen."

Im Vorwort stellt sich Sheldrake selber dann recht ausführlich vor und gibt auch Einblick in seine wissenschaftliche Laufbahn und seine Forschungsgebiete. So zeigt er dem Leser schon zu Beginn sehr deutlich, dass nicht "Irgendwer", sondern ein "echter Wissenschaftler" ein kritisches Buch über die Wissenschaft schreibt. Auf S. 16 kann man lesen: "Dies ist ein Buch für die Wissenschaft. Ich wünsche mir die Naturwissenschaften weniger dogmatisch und dafür wissenschaftlicher."

Anhand von 10 zentralen Glaubenssätzen der Wissenschaftler (welche diese oft ungeprüft voraussetzen) zeigt Sheldrake auf, wie "wackelig" das Fundament ist, auf dem die Wissenschaftler die Welt zu erklären versuchen. Das 10. "Dogma" lautet wie folgt: "Mechanistische Medizin ist die einzig wirksame Medizin". (S. 17). Ab S. 341 befasst sich Sheldrake mit genau dieser Frage und zeigt dabei auch die Mechanismen und Probleme der Pharmaindustrie auf, welche aus purer Wirtschaftlichkeit recht fragwürdige Methoden anwenden. Sheldrake macht auch darauf aufmerksam, dass ein Grossteil der Erfolge der Medizin im 20. Jahrhundert auf Schutzimpfungen und verbesserter Hygiene zurückzuführen sind. Ausserdem ruft er in Erinnerung, dass die Antibiotika nicht von Menschen erfunden, sondern lediglich entdeckt wurden! Er schreibt so treffend auf S. 347. "Wissenschaftler haben die Antibiotika nicht erfunden. Penicillium notatum und andere Organismen produzieren sie für ihren eigenen Bedarf. Antibiotika sind ein Geschenk der Natur."

Weiter widmet er ein ganzes Kapitel dem Placeboeffekt und zeigt auf, dass 2009 festgestellt wurde, dass der Placeboeffekt zunehme. "Bei klinischen Testreihen kommt es immer seltener vor, dass neue Medikamente besser abschneiden als Placebo" (S. 359) Auf der gleichen Seite schreibt er: "Wäre das materialistische Denken eine tragfähige Basis für die Medizin, sollte die Placeboreaktion gar nicht erst eintreten. [...] An der Placeboantwort wird deutlich, dass Gesundheit und Krankheit nicht einfach eine Sache der Physik und Chemie sind."

Natürlich widmet Sheldrake auch ein Kapitel an komplementäre und alternative Methoden: "Den meisten dieser alternativen Praktiken liegt ein nicht-materialistisches Denken zugrunde, weshalb dogmatische Materialisten nur Aberglauben und Täuschung darin erkennen können. Dennoch können alle diese Ansätze für sich in Anspruch nehmen, dass sie Menschen geheilt haben." (S. 369/370)

Sheldrake gibt zu bedenken, dass die medizinischen Fortschritte grösstenteils in der Zeit vor 1980 erzielt wurden und die Innovationsrate rückläufig sei, während die Kosten für Forschung und Behandlung steigen. Hier noch seine daraus folgende Forderung (S. 378): "Würde man das vom Staat gedeckte Monopol des Materialismus lockern, könnte sich die naturwissenschaftliche und medizinische Forschung auch der Frage widmen, welche Rolle Überzeugung, Glaube, Hoffnungen, Ängste und gesellschaftliche Faktoren für Gesundheit und Heilung spielen."

Sheldrakes neuester Wurf ist wirklich hoch spannend und für an der Wissenschaft Interessierte sehr empfehlenswert. Einziges "Malheur": Sheldrake schreibt in seinem Buch, dass das Higgs-Boson noch immer nicht entdeckt sei - ich bin sicher, dass er diese Aussage in einer Neuauflage korrigieren wird :-)


http://www.books.ch/shop/home/suggestartikel/ID39179298.html?sswg=BUCH&sq=Der%20Wissenschaftswahn

Mittwoch, 13. Juni 2012

Edgar Cayce und sein Wissen


Zufällig bin ich über ein vergriffenes Buch von Jess Stearn gestolpert, der über die Proghezeiungen schreibt, die Edgar Cayce in Trance gemacht hat. Edgar Cayce kam 1877 in Kentucky zur Welt und hatte die unglaubliche Fähigkeit, in Trance das "Weltwissen" anzapfen zu können. Der "schlafende" Cayce diagnostizierte Krankheiten und heilte mit den vorgeschlagenen Therapien viele "unheilbar Kranke", sprach über zukünftige Ereignisse, erklärte den Sinn des Lebens und half so unzähligen Menschen. Seine Prophezeiungen (er nannte sie "Readings") wurden genau dokumentiert und sind heute noch einsehbar. Sie werden von der 1931 durch Cayce gegründeten "Association for Research and Enlightement" verwaltet. 1945 verstarb Cayce in Virginia Beach.

So unglaublich die Story klingt, so faszinierend ist sie...Obwohl mich das Buch nicht unbedingt begeistert, möchte ich doch einige Punkte notieren, die Cayce schon damals über Gesundheit und Krankheit gesagt hat:
" Der Körper ist ein sich selbst heilender Organismus. Alles, was er braucht, ist ein Auslöser plus richtige Stimulation, Assimilation und Zirkulation.. Das Leben in seiner Äusserung im menschlichen Körper ist elektrischer Natur. Die Schwingungen von niedrigen elektrischen Kräften, weniger die hohen Schwingungen haben lebensfördernde Wirkung. Die ganze Heilung, die für den Körper erreicht werden kann, liegt im eigenen Selbst.[...] Denn jede Zelle repräsentiert in sich selbst das Universum."

Stearn führt weiter hinten noch genauer aus, wie diese Schwingungen wirken: "Die Readings deuteten an, dass die Schwingung des Goldes in der Lösung dem Körper elektrisch übermittelt werde und die (erforderliche) Wirkung auf die Drüsen hätte. Die Schwingung wirkte nicht unmittelbar, sondern versetzte andere Elemente (vielleicht das bereits in inaktiver Form im Körper vorhandene Gold) in die Lage, aktiv zu werden und die gewünschte Wirkung zu erzielen." (S. 223)

Für mich ist es faszinierend, wie da ein Mensch unter Trance Dinge beschreibt, welche von der modernen Forschung erst jetzt langsam entdeckt wurden und immer noch werden. Von daher denke ich durchaus, dass es es lohnt, den Inhalt von Cayces Readings genauer zu studieren und auch einige seiner Gesundheitstips zu beherzigen, zumal diese teilweise sehr simpel sind: Als beste Krebsvorsorge empfiehlt Cayce, täglich drei Mandeln zu kauen - ich jedenfalls habe mir vorgenommen, den Versuch zu wagen ;-)

Mehr Infos zu Cayce: http://www.der-schlafende-prophet.de
http://www.cayce.de/start.html?buecher_schweiz.htm
http://www.edgarcayce.org/



Sonntag, 10. Juni 2012

Die Quantenmedizin ist die sanfte Medizin des neuen Jahrhunderts!

Der Biologe Eggetsberger forscht im Gebiet Biofeedback und hat auch schon mit Sportlern erfolgreich Mentaltraining mit Hilfe von Feedback-Computern durchgeführt. Hier ist sein Blog - da gibt's viel Spannendes zum Nachlesen und Stöbern. Wir müssen uns vernetzen!

Eggetsberger-Info, Blogger, Blog: Die Quantenmedizin ist die sanfte Medizin des neuen Jahrhunderts!

Sonntag, 3. Juni 2012

Geist und Materie

Bei der Vorbereitung der morgigen Lektion zum Thema "Evolution - ein purer Zufall" habe ich bei meinen Unterrichtsunterlagen einen interessanten Link gefunden. Das Material schlummert schon seit Jahren auf meinem PC und wird nun aber in immer mehr Büchern auch einer breiten Masse publik. Schön, wenn nicht nur meine Schüler sich (zugegebenermassen nicht ganz freiwillig) mit der Thematik befassen (müssen)... Für mich ist es also höchste Zeit, den link zu den sehr lesenswerten Analysen eines Spekulanten sofort auf meinen blog zu stellen :-)


Hier also eine super Zusammenstellung von Paul Mooser zur spannenden Frage, was die Evolution antreibt und wie Materie überhaupt entstehen kann.



Dienstag, 29. Mai 2012

Max Planck Institut und Neuroplastizität


Heute fand ich zufällig einen Artikel auf der Homepage des Max Planck Institutes, welcher über neueste Forschungen der Neurobiologie berichtet: Wieder zeigten Studien, dass sich unser Gehirn je nach Sinneseindrücken noch bis ins hohe Alter verändert.


"Ständige Sinneswahrnehmung ist gut für das alternde Gehirn
Die Neuverdrahtung des Gehirns hält ein Leben lang an
25. Mai 2012


Wissenschaftler vertraten lange Zeit die Annahme, dass ein Großteil der Verdrahtung im erwachsenen Gehirn bereits abgeschlossen ist. Eine neue Untersuchung von Forschern des Max-Planck-Instituts in Florida und der Columbia Universität in New York zeigt jetzt, dass Änderungen in der Sinneswahrnehmung zu einer umfassenden Neuverdrahtung des Gehirns führen können - auch noch in einem alternden Organismus. Diese Neuverdrahtung bezieht Fasern mit ein, die die primäre Datenweitergabe an die Großhirnrinde übernehmen, den für die Sinneswahrnehmung, die motorische Steuerung und kognitive Funktionen verantwortlichen Teil des Gehirns. Die Ergebnisse der Studie versprechen neue Ansätze für die Erforschung der Umbildung und Alterung des Gehirns.
"Diese Studie bringt jahrzehntelange Überzeugungen ins Wanken. Denn lange Zeit galt, dass der größte Teil des Gehirns vor einer kritischen Phase, die vor dem frühen Erwachsenalter endet, fest verdrahtet ist", erklärt Neurowissenschaftler Marcel Oberlaender, Erstautor des Artikels. "Durch eine Änderung des Wesens der Sinneswahrnehmung konnten wir beweisen, dass das Gehirn selbst noch in fortgeschrittenem Alter neu verdrahtet werden kann. Ein großer Teil der Verbindungen innerhalb des Gehirns kann also verloren gehen, wenn man während des Alterns aufhört zu lernen oder neue Dinge zu erleben."


Die Forscher führten ihre Studie anhand der Untersuchung der Gehirne älterer Ratten durch. Sie konzentrierten sich auf einen als Thalamus bezeichneten Teil des Gehirns, der die von den Sinnesorganen erhaltenen Daten verarbeitet und an die Großhirnrinde weiterleitet. Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass sich die Verbindungen zwischen dem Thalamus und der Großhirnrinde ab dem frühen Erwachsenenalter nicht mehr ändern, doch bei den untersuchten Nagetieren stellte man das Gegenteil fest.


Als nachtaktive Tiere sind Ratten zur Erkundung und Orientierung innerhalb ihrer Umwelt auf ihre Schnurrbarthaare als Tasthaare angewiesen. Sie eignen sich deshalb ideal als Modell zur Untersuchung der Frage, ob das Gehirn durch eine Änderung der Sinneswahrnehmung umgebildet werden kann. Die Forscher schnitten die Schnurrbarthaare zurück und verhinderten so, dass die Ratten diese wichtigen und häufigen Sinnesdaten erhielten. Auf diese Weise konnten die Forscher ermitteln, ob es zu einer umfassenden Neuverdrahtung der Verbindungen zwischen dem Thalamus und der Großhirnrinde kommt.


Die Tiere mit den zurückgeschnittenen Schnurrbarthaaren wiesen veränderte Nervenfasern zur Reizweiterleitung auf. Bei Tieren mit unveränderten Schnurrbarthaaren gab es dagegen keine Veränderungen. Die Ergebnisse sind wegen des Alters der Ratten besonders erstaunlich: Eine Neuverdrahtung kann also noch in einem Alter stattfinden, in dem man dies bislang für unmöglich hielt. Ebenfalls bemerkenswert: Diese Verdrahtung erfolgte sehr schnell  innerhalb von nur wenigen Tagen.


"Wir konnten zeigen, dass sich die Struktur des Nagetiergehirns in ständigem Fluss befindet und dass die Neuverdrahtung durch die Sinneserfahrung und Interaktion mit der Umwelt geformt wird", sagt Oberlaender. "Diese Änderungen bleiben für den Rest des Lebens erhalten und gelten möglicherweise auch für andere Sinnessysteme und andere Arten, einschließlich des Menschen. Diese Ergebnisse ermöglichen es uns, die Entwicklung des alternden Gehirns mit Hilfe nichtinvasiver Bildgebungsverfahren zu untersuchen."


Die Untersuchung war aufgrund neuester Fortschritte bei den hochauflösenden Bildgebungs- und Rekonstruktionsverfahren möglich, die zum Teil von Marcel Oberlaender am Max-Planck-Institut in Florida entwickelt wurden. Dank dieser neuen Verfahren können Forscher winzige und komplexe Verzweigungsmuster einzelner Axone automatisch und zuverlässig innerhalb des gesamten Gehirns verfolgen.


DT/HR"


Quelle: http://www.mpg.de/5813576/neuverdrahtung_gehirn?filter_order=L



Donnerstag, 3. Mai 2012

Selbstheilung im Beobachter Natur

Der Beobachter Natur widmet in der aktuellen Ausgabe (03/2012) gleich mehrere Artikel dem Thema "Apotheke im Kopf - Wie wir die Kraft der Selbstheilung nutzen können".

Artikel über Selbstheilung: http://www.beobachter.ch/natur/forschung-wissen/gesundheit-medizin/artikel/selbstheilung_aus-eigener-kraft/

Als Abschluss des Artikels schreibt die Autorin Helga Kessler von einem neuen Denken in der Medizin, bei dem nicht mehr nur die Krankheit, sondern der Mensch mit seinem Genesungspotential im Zentrum stehe. Dabei fallen auch ganz verschiedene Begriffe wie Salutogenese, Patientenkompetenz oder Menschenmedizin. Mir gefallen sie alle...

Artikel über Placebos: http://www.beobachter.ch/natur/forschung-wissen/gesundheit-medizin/artikel/placebo_keine-mittel-grosse-wirkung/

In der gleichen Ausgabe wird auch ein Interview mit dem ETH-Professor Günther Dissertori über die Suche nach dem Higgs-Teilchen abgedruckt. Seine Erklärung, was ein Higgs-Teilchen denn sei, finde ich super:
Er vergleicht das Higgs-Teilchen mit einem Stargast an einer Party, der in den Raum tritt. Alle Anwesenden scharen sich um diesen einen Gast, wodurch es zu einem Pulk kommt. "Dadurch wird der Star langsamer, träger und schwerer. Er bekommt eine Masse. Vor seinem Eintritt in den Raum war er masselos. So ergeht es im Higgs-Feld den meisten Teilchen." Dazu gibt's auch noch eine witzige Bildfolge:
http://www.beobachter.ch/natur/forschung-wissen/technologie-innovation/artikel/higgs-teilchen_verstehen-was-die-welt-zusammenhaelt/